Was für die Einen beinahe den Lebensinhalt und eine persönliche Philosophie darstellt, lässt so manchen anderen als Mittel zum Zweck mehr oder weniger kalt, und wieder andere haben nicht mehr als ein desinteressiertes Achselzucken übrig, wenn das Thema auf sie kommt: die Mode. Doch was ist Mode überhaupt und wozu brauchen wir sie eigentlich?

Körperbemalung, Accessoires, Piercings und Tättowierungen in der Urzeit

Nicht nur der Status zählte in den frühen Zeiten, nicht nur Macht und Kraft sind im Menschen als Instinkt veranlagt. Nein, auch in Hinsicht auf die Vergrößerung der Ausstrahlung und der Schönheit wurden schon damals Körper bemalt.

antiker Schmuck

Kosmetik, wie wir sie kennen, gibt es ungefähr seit den alten Hochkulturen wie etwa in Ägypten. Aber auch schon viel früher fanden Menschen verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Körper zu verschönern. Und das wiederum zeugt von einem tief im menschlichen Wesen verankerten Instinkt, vielleicht sogar Trieb, den eigenen Körper besonders attraktiv zu gestalten.

Man malte mit allem, das Farbe lieferte, Zeichen und Verzierungen auf den Körper, betonte besonders schöne Stellen. Aussehen und Sex waren ja auch schon immer wichtig. Schmuck, der von Frauen und Männern ebenfalls von je her getragen wurde, hatte damals - war er nicht Abzeichen eines erfolgreichen Kriegers oder Priesters - keine weitere Bedeutung. Außer eben die der Verschönerung und Zierde der Person.

In Museen sind viele dieser Schmuckstücke, die aus Perlen, Steinen, Muscheln, Federn hergestellt wurden, ausgestellt und liefern so ihren Beitrag zur Zeitgeschichte. Sie geben Aufschluss über die Materialien, die damals vorhanden waren, die Schönheitsideale, aber auch die geographischen Verhältnisse, die vorherrschten. Denn wo Muscheln in den Schmuck gearbeitet wurden, dort musste doch auch ein Meer oder Salzwasser in der Nähe gewesen sein.